Sexuelle Kultur und sexpositive Räume in Berlin
Sexuelle Kultur und sexpositive Räume in Berlin

Sexuelle Kultur und sexpositive Räume in Berlin

Für die Erhaltung und Förderung sexueller Kultur und sexpositiver Räume in Berlin

Berlin gilt weltweit als Hauptstadt der sexpositiven sozialen Bewegung und ist Heimat unzähliger Aktivist:innen, Körperarbeiter:innen, Forscher:innen und Künstler:innen, die sich dem Thema sexueller Kultur widmen. Berlin profitiert von seinem Ruf als liberale und progressive Stadt in Sachen Sexualität und Beziehungsdiversität. Dieser einmalige Standortvorteil muss gefördert und ausgebaut werden, da er international ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Die gelebte und offene Sexualkultur der Stadt erhöht die Attraktivität der Stadt und unterstreicht ihren Ruf als Wissens- und Forschungszentrum.

Sexuelle Kultur …

  • brauchen wir, um Gemeinsinn und Gemeinschaft zu stärken und um Liebe und Beziehungen besser zu verstehen
  • erforscht Berührung und lehrt körperlichen Kontakt und Konsens
  • dient der Gesund-Erhaltung und reduziert Konsum und Kompensation
  • bekämpft Sexismus und beugt Gewalt und Missbrauch vor
  • ermöglicht persönliche Ermächtigung, dekonstruiert Geschlechterklischees und hinterfragt stereotype/ heteronormative Ansichten zur Sexualität
  • fördert Diversität und Umsicht in Bezug auf Körperformen, Alter, Herkunft, Beziehungstypen und sexuelle Praktiken
  • erweitert und verbreitet sexuelles Wissen wie z.B. zu Safer Sex und ermutigt uns, zufriedene sexuelle Wesen zu sein

Die Arbeit von Veranstaltungsorten, Organisationen und Privatpersonen in Berlin, die sich für eine fortschrittliche und gesellschaftlich relevante, neue sexuelle Kultur einsetzen, ist durch die coronabedingten Restriktionen fast ganz zum Erliegen gekommen und daher akut gefährdet.

Da bereits vorhandene Förderinstrumente – auch abgesehen von Corona – hier nicht greifen, fordern wir grundsätzlich die Schaffung einer Sparte „Sexuelle Kultur“ in den Förderprogrammen der Berliner Senatsverwaltung für Kultur, die sich speziell der Unterstützung dieser Lern- und Erfahrungsorte sowie verwandter Projekte, Organisationen, Vereinen und Festivals widmet und es ermöglicht, entsprechende Fördergelder zu beantragen.

Es bedarf öffentliche Förderung für eine neue sexuelle Kultur. In Berlin – und in jeder anderen Stadt!

Bitte unterzeichne die Petition zur Forderung der sexuellen Kultur!

Felix Ruckert ist Tänzer, Choreograph, Konzeptkünstler und Kurator. Er inszeniert Events, performt, lehrt und veranstaltet Workshops, wobei er seine Kenntnisse aus dem Tanz mit einem einzigartigen Ansatz von BDSM-Praktiken und bewusster Sexualität verbindet. Außerdem ist er als Musiker tätig.

Seit 2004 leitet Felix das jährliche xplore-Festival in Berlin und kuratiert dessen internationale Ableger, mit mittlerweile 31 Veranstaltungen in sieben Ländern. Seit 2012 leitet er außerdem die EURIX – The European Rigger & Model Exchange, ein halbjährliches Festival in Berlin, das sich Bondage als Kunstform widmet.


Erstunterzeichner:innen:

Sanya Alaya (Tantrische und sexologische Körperarbeit), Micha Stella Bagnoli (Filmemacherin), Meghan Moe Beitiks (Dozentin für Interdisziplinäre Atelierkunst), Mathis d’Arc (Workshopleiter, LUHMEN D’ARC), Dominique van Hyt (Veranstalterin, INSOMNIA), Lea M. Immer (Heilpraktikerin und Sexologin), Sacha Kagan (Transdiziplinärer Kulturwissenschaftler), Karina Kehlet Lins (Diplom-Psychologin, Paar- & Sexualtherapeutin), Seani Love (Bodyworker, Coach) Thomas Luhmann (Coach, GAY LOVE SPIRIT, Berlin), Kirsten Maar (Tanzwissenschaftlerin), Kristina Marlen (Sexpositive Aktivistin, Feministin, Körperarbeit), Anna Mense (Doktorandin Theoretische Philosophie), Buster Radvik (Tänzer, EMBODIED INTIMACY, Berlin), Beatrix Roidinger (Sexpositive Coaching), Sonja Reifenhäuser (Systemische Therapeutin), Felix Ruckert (Tänzer, Choreograph, IKSK), Iva Samina (Sexological Bodywork), Jana Scherle (Systemische Therapeutin), Valentin Schmihl (Tänzer, Kulturaktivist), Ilan Stephani (Autorin, Somatische Mystikerin) Philipp Terhorst (Aktivist, NEUE SPITZMÜHLE), Jaime del Val (Medienkünstler, Philosoph), Janina Vivianne (Aktivistin, Veranstalterin, VEREIN SEXPOSITIVE COMMUNITY EUROPE) Tobias Wieland (Philosoph)

Bildnachweis:
Titelbild: Ayoto Ataraxia (www.ayotoataraxia.com)
Portrait-Bild: Anna M. Maynard (www.annamaynard.com)

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