Importware

Importware

Ihr Sub entspannt sich, wieder einmal dankbar, dass ich ihn während einer Runde liebevollen Verdreschens festgehalten habe, zum Ausgleich für die Schläge, mit seinem Gesicht an meinen leichtbekleideten Oberkörper gepresst.
Auch wenn die Dreier-Spielbeziehung geendet hat, dafür bin ich immer noch zu begeistern.
Er atmet tief durch, schaut uns beide dankbar an.

Sie und ich küssen uns.

Die Dritte im Bunde schnellt von dem barocken Stuhl hoch, liebevoll das Thrönchen genannt, und kann es nicht mehr abwarten.
Jetzt dann aber den Neuen, oder?

Den Neuen.

Die Importware.

Eines meiner seltenen Fundstücke.

Derjenige, der bisher kniend, gefesselt und mit verbundenen Augen geduldig der Dinge geharrt hat, die da kommen mögen. Mehr oder weniger geduldig.

Ich frage mich, ob er sich von der Anreise erholt hat. Von dem Wirrwarr an Sprachen während der Stadtbesichtigung heute Morgen. Von den teuren Fahrzeugen und dem allgemeinen Wohlstand. Von dem Prunk im Bankenviertel während meines geschäftlichen Termins heute Nachmittag. Von dem Überfall der Riesenbiester der Göttin. Von der bestens zur Schau gestellten 24/7-Beziehung zwei meiner Lieblingsmenschen.

Du hast ihn jetzt schon so lange gequält. Und uns vorenthalten.
Ein halb ernstes Schmollen. Sie weiß genau, dass man die guten Dinge im Leben nicht vorspulen kann.

Dafür habt ihr beiden wenigstens direkt die Chance live und in Farbe eure Krallen in ihn zu schlagen. Instant gratification, bitte sehr.” antworte ich schnippisch.

Diese Diskussion ist der Importware natürlich nicht entgangen. Und auch sichtbar nicht ohne Spuren geblieben.
Wie gut, dass er trotzdem schön keusch bleiben muss. Dieser Lieblingsfetisch der Göttin gefällt mir tatsächlich jeden Monat besser.
Sie sieht es auch und die Sadistin in ihr triumphiert. Andererseits gehören wir beide zu den Frauen, die Folter sexuell erregt.

Ich biete ihr also mein Mitbringsel nur zu gerne an:
Alles, just keen Käerzewachs.

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